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Arnsberger Wald

Zwischen Möhne und Ruhr liegt im Naturpark Arnsberger Wald das Naturschutzgebiet Arnsberger Wald. Buchen und Fichten prägen die Berghänge, lichte Erlen- und Eichenwälder begleiten die Bäche. Zahlreiche Wanderwege sind hier ausgewiesen.

Noch stehen in größeren Teilen des Arnsberger Waldes Fichten und andere gebietsfremde Baumarten, sie sollen aber nach und nach einheimischen Laub- oder Laubmischwäldern weichen. Fichten gehören ursprünglich nicht in diesen Raum. Im Rahmen des Waldumbaus werden junge Buchen unter die noch stehenden Altfichten gepflanzt. Da die Buche Schatten erträgt, können die jungen Buchen im Schutz der Altfichten aufwachsen.

Im Schutzgebiet Arnsberger Wald sind 585 Hektar als Wildnisgebiet und 109 Hektar als Naturwaldzellen ausgewiesen, davon ist die Naturwaldzelle Hellerberg die größte in Nordrhein-Westfalen. Einschneidend war der Orkan Kyrill, bei dem im Januar 2007 auf großen Flächen vor allem Fichten umstürzten. Alleine im Naturschutzgebiet Arnsberger Wald fielen 233 Hektar Wald dem Sturm zum Opfer. Auf den Freiflächen setzen sich zunächst vor allem Birken durch. Diese Pionierbaumart steht am Beginn einer natürlichen Entwicklung, an deren Ende die Buche dominiert.

Bäche, die schon ab dem 18. Jahrhundert begradigt worden waren, wurden in den letzten Jahren im Rahmen eines LIFE-Projektes renaturiert und für Fische und andere Gewässerbewohner unüberwindbare Abstürze so umgestaltet, dass sie wieder durchgängig sind. Damit die lichtliebenden Erlen wieder die Oberhand gewinnen, werden in den Bachtälern Fichten entnommen und Fichtenjungwuchs zurückgedrängt.

Schwarzspecht und Kolkrabe besiedeln den Arnsberger Wald wieder. Auch der seltene Schwarzstorch ist hier zu Hause. An den Gewässern kann man gut verschiedene Libellenarten beobachten und blütenreiche Wegrändern sind wichtig für zahlreiche Insektenarten.